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Rauchen ist schädlich. Jedes Kind weiß das. Es wird dir auch ständig von allen Seiten gesagt. Allen voran vertreten Mediziner diesen Standpunkt. Bei jedem Arztbesuch – egal welcher Fachrichtung – wird dir nahegelegt, das Rauchen sein zu lassen.

 

Ratschläge bekommst du zwar massenhaft, medizinische Unterstützung gibt es allerdings keine.

 

Gesellschaftlich wird das Rauchen noch größtenteils geduldet, die Politik in Österreich tut gegenwärtig auch alles dazu, dass du das Rauchen nicht sein lässt. Ich unterstelle: Die Regierung unterstützt das Rauchen auf der ganzen Linie. Sie fährt ihren Kurs weiter weil es "billiger" ist, als sich Alternativen zu überlegen. Die Gründe dafür sind also vielfältiger als "wir", die Bevölkerung, es für möglich halten.

Wir sollen weg vom Tabakkonsum. Weltweit. Dieser Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation hat Österreich und auch der Rest Europas Folge zu leisten. Der verbindliche Vertrag (FCTC) dazu wurde von Österreich im Jahr 2003 unterzeichnet.

 

Dass es auch anders geht zeigt Großbritannien sehr deutlich. Obwohl auch die britische Regierung sich der Meinung, dass der Tabakkonsum eingeschränkt bzw. bekämpft werden soll, anschließt, hat sie diesen Vertrag nicht unterschrieben und einen anderen Weg eingeschlagen. Einen Weg, auf dem sie ihre Bürger in ein rauchfreies Leben begleitet. Das geschieht sowohl auf politischer Ebene als auch auf gesellschaftlicher. Mit hohen Tabaksteuern, Rauchverboten im öffentlichen Raum und medial groß angelegten "Anti-Raucher“-Kampagnen graben sie den Rauchern ihre „Freiheiten“ ab. Ein Kurs, der bereits über Jahre gefahren wird. Im Vorfeld kostet das zwar viel Steuergeld, zeigt langfristig betrachtet jedoch bereits Erfolge. Gleichzeitig findet der potenzielle Nichtraucher von morgen, durch fachliche Beratung und aktives Aufzeigen von Rauchentwöhnungsmöglichkeiten, Unterstützung bei seinem Vorhaben.

Wie ist es möglich und welchen Vorteil hat es für Staaten und ihre Bürger, diese alternativen Wege zu gehen?

 

Eine der Alternativen ist der Einsatz der E-Zigarette. Wissenschaftlich belegt ist, dass diese um 95 Prozent weniger schädlich ist als die klassische Tabakzigarette. Unterschiedliche Auffassungen zu diesen Studien gibt es auch hier beinahe so viele, wie es Nationen gibt. Während die einen auf die Unterstützung des breitenwirksamen Einsatzes der E-Zigarette einwirken, verhindern und untergraben die anderen nicht nur deren Einsatz, sondern auch deren Stellung als Alternative. Medial gesteuert.

 

Das heißt, dass die Verwendung einer E-Zigarette für einen potenziellen Aussteiger erheblich erschwert wird, während beispielsweise im Veinigten Königreich Menschen zu einem Umstieg regelrecht aktiv aufgefordert werden. Die Stellung der E-Zigarette und ihr Potenzial wird also im „Vorbildland“ UK unterstützt, wohingegen im Rest Europas diese massiv verhindert wird. Einen einheitlichen, europäischen Weg gibt es nicht – einig ist man sich nur, dass das Volk weg muss vom Tabak.

Anders als bei den Briten, wo hauptsächlich die sogenannte "Unterschicht" beim Rauchstopp Unterstützung findet, wird auf diese (nicht unwesentlich große) Gesellschaftsgruppe im Rest Europas "vergessen".

 

Rund um die weniger schädliche E-Zigarette bildet sich seit einigen Jahren hier wie dort eine Subkultur. Eine eigenständige, homogene und doch offene Gesellschaft, die sich nicht nur um Selbstbestimmung sorgt, sondern diese "Alternative" zu IHREM Lifestyle erklärt hat.

 

In diesem Film sollen die größten Systemunterschiede und politischen Wege der Regierungen beleuchtet und hinterfragt werden. Im Mittelpunkt soll nicht die Frage, welche Ideologie die Richtige sei, stehen, sondern die Tatsache unterstrichen werden, dass es verschiedene Ansatzpunkte gibt.

Was also ist möglich und was ist vor allem nötig, den Menschen den Weg in ein gesünderes Leben zu erleichtern.

Der Protagonist Martin wird in dieser mehrteiligen Dokumentationsreihe bei seinem Weg aus der "Abhängigkeit" begleitet. Neben seinen persönlichen Erfahrungen, folgt er der Suche nach der "Wahrheit", die bekanntlich immer in der Mitte liegt. Oder doch nicht....?